| Lebewesen pflanzen sich auf verschiedenste Arten fort.
Bei den Pflanzen kennt man z.B. die Samen, Nüsse und Fruchtkerne, sowie die vegetative
Fortpflanzung (eine Art natürliches Clonen). Die verschiedenen Arten der Fortpflanzung
werden durch den Wind (Flugsamen z.B. Löwenzahn), durch Nahrungsaufnahme und Ausscheidung
mit beigefügtem Düngerpaket (Fruchtkerne, z.B. Apfel), durch Anhaften an einen
unfreiwillgen Helfer (z.B. Klette), durch Wegschleudern (z.B. Springkraut) und viele
weitere Tricks an einen möglichst entfernten Platz verfrachtet. Bei Tieren und oben
genannten Pflanzen kann man oft, philosophisch betrachtet, Parallelen zur
Fortpflanzung im Stile eines Ei's erkennen. Ein Keimling wird mit einem Nahrungspaket und
einer Schutzhülle versehen (z.B. Nuss) und soll so zu keimen beginnen. Bei den Säugern
vollzieht sich ein ähnlicher Ablauf, innerhalb des Körpers des Muttertieres.
Auch hier keimt ein Keimling, versehen mit Nahrung und einer Schutzhülle, im Bauch
der Mutter heran. Pilze hingegen pflanzen sich mit Sporen fort. Sie bilden
dazu einzellige, habloide
Fortpflanzungszellen welche Sporen genannt werden. Auch hier kann man übrigens unter dem
Mikroskop, bei einzelnen Arten, eine Art Nahrungspaket in Form eines
"Oeltröpfchens" in der Spore, sowie eine Hülle erkennen. Die Form, Grösse und
Beschaffenheit der Sporen liefern wichtige Merkmale bei der
mikroskopischen Gattungs- und Artenbestimmung. Die Verbreitung vollzieht sich, wie bei den
Sporenpflanzen (z.B. Farne) und Flugsamen durch Verfrachtung mit dem Wind. Siehe auch Fortpflanzung der
Pilze. |
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