Was sind eigentlich Pilze?

Last update: 17.3.03

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Pilze sind weder Pflanzen noch Tiere. Sie bilden in der Biologie ein eigenes Reich und sind mit den Tieren, durch den Stoff Chitin, näher verwandt als mit den Pflanzen. Da sie kein Chlorophyl besitzen, sind Sie nicht, wie die Pflanzen, in der Lage Sonnenlicht in Energie umzuwandeln. Sie sind zur Energiegewinnung auf den Abbau organischer Stoffe angewiesen (wie wir). Weltweit sind über 100'000 Pilzarten bekannt. Davon bilden die Grosspilze, wie sie der Pilzsammler kennt, mit ca. 3000-4000 Arten in Europa nur einen kleinen Teil. In sichtbare Erscheinung treten meist nur die Fruchtkörper, die allgemein als Pilz bezeichnet werden. Der eigentliche Pilz in Form des Myxels wird meist nicht erkannt. Die Pilze stellen einen wesentlichen Bestandteil des Oekosystems dar. Sie sind, durch Abbauaufgaben zu einem grossen Teil dafür verantwortlich, dass die gebundenen Mineralien und Nährstoffe in dem geschlossenen Kreislauf "Erde" laufend für die Bildung neuer Organismen wieder frei gegeben werden. Sie bilden, mit der Symbiose, aber auch eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Gesunderhaltung von Pflanzen. Sie bilden einen wichtigen Bestandteil des biologischen Gleichgewichtes. Pilze werden nicht nur in "essbar" und "giftig" unterschieden, sondern sind in der Medizin und vielen anderen Gebieten auch als wichtige Helfer tätig. So zu Beispiel in der Medizin (Penicillin), aber auch in der Nahungsherstellung (Hefe, Käse, etc.).