Braun- und Weissfäule

Last update: 4.8.04

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Bäume und deren Holz sind, ebenso wie alle mehrzelligen Lebewesen, ein Organismus, welcher aus vielen einzelnen Zellen aufgebaut ist. Die Zellen des Holzes beinhalten hauptsächlich Zellulose und Lignin. Lignin ist eigentlich nur ein unscheinbares braunes Pulver, doch der Einbau des Lignins in die Zellen der Bäume, ermöglicht die Stabilität des Holzes. Dank dem Lignin ist das Holz auch ein wertvoller Baustoff. Die Pilze bauen organische Stoffe ab und so wird auch Holz durch die Pilze abgebaut. Holz wird von Pilzen hauptsächlich auf folgende Wegen abgebaut:
 
Braunfäule
Abbauende Pilze sind darauf spezialisiert bestimmte Stoffe zu verwerten. Bei der Braunfäule sind Pilze am Werk, welche sich auf den Abbau von Zellulose spezialisiert haben. Sie bauen die Zellulose in den Zellen ab, zurück bleibt das braune Lignin (Braunfäule). Bei Wasserverlust schrumpft die Ligninmasse und zerfällt dabei in würfelartige Einzelstücke. Es bleiben braune Holzreste die mit Längs - und Querrissen, deutlich würfelartig verbröseln. Auch der Name "Würfelbruchfäule" findet hier seine Bedeutung.
 
Weissfäule
Ganz anders als bei der Braunfäule haben sich, bei der Weissfäule,  Pilze darauf spezialisiert, dass Lignin der Holzzellen abzubauen. Zurück bleiben, der braunen Farbe des Lignins beraubt, die Zellulose als helle faserige Holzresten. Daher der Name Weissfäule.
Lochfäule / Wabenfäule
Bei der Lochfäule bauen Pilze sowohl die Zellulose, wie auch das Lignin punktuell ab. Zurück bleiben loch- bzw. wabenartige Strukturen im Holz woraus sich auch der Name ableitet