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| Hier wird die
Fortpflanzung der Pilze näher erläutert. |
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| Die Fortpflanzung der
Pilze |
Die Pilze die man sieht, sind meist
nur die Fruchtkörper des
eigentlichen Pilzes (Myzel),
welcher im Boden, oder einem anderen Substrat lebt. Diese Fruchtkörper dienen der Fortpflanzung. Sie
weisen eine Fruchtschicht (Hymenium)
auf, welche verschieden gestaltet ist. Die Fruchtschicht kann die Form von Röhren,
Lamellen, Leisten, Stacheln, etc. haben (siehe Ordnungen).
Der Sinn solcher Fruchtschichtgestaltungen liegt in der Vergrösserung der sporentragenden
Oberfläche. |
| Bei den Basidiomyceten bilden sich
Sporen an
den Basidien auf kleinen Fortsätzen, den Sterigmen.
Bei den
Ascomyceten bilden sich die Sporen in
Asci (kleinen
Schläuchen). Sind die Sporen
reif, trennen sie sich von den Sterigmen, oder werden aus den Asci
geschleudert, und lassen sich, da mikroskopisch klein und dem entsprechend leicht, vom Wind verfrachten.
Dazu genügt der leichteste Windhauch. Bei gewissen Arten
helfen auch Insekten zur Weiterverreitung (z.B. Stinkmorchel). Die Sporen werden in
enormen Mengen, oft zu Millionen produziert. Am besten sieht man dies bei den Bovisten,
welche bei Berührung regelrechte Wolken von Sporen verteilen. Boviste
sind auch als
"Fuchsen-" oder "Wolfsfurz" bekannt. |

Sporen
unter dem Mikroskop |
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| Was passiert nun mit den Sporen? Eigentlich läuft das
weitere ganz ähnlich wie bei uns ab,
auch bei uns braucht es Männchen und Weibchen damit etwas mit Händen
und Füssen zu Stande kommt. Nur scheint es bei den Pilzen nicht ganz so romantisch und wild zu
und her zu gehen (oder irre ich mich?). Bei uns gibt es den
männlichen Samen welcher den (halben) väterlichen Chromosomensatz
beinhaltet, und die weibliche Eizelle welche den (halben)
mütterlichen Chromosomensatz beisteuert. Vereinen sich die beiden
erfolgreich, so entstehen mit unseren Kindern vermehrungsfähige
Nachfahren mit einem vollen Chromosomensatz. Diese wiederum steuern zur
weiteren Vermehrung jeweils wieder mit einem Abbild ihres eigenen,
halbierten Chromosomensatzes bei. Das ganze ist ein raffinierter Trick der
Natur welcher die Evolution überhaupt
ermöglicht. |
| Man spricht in der Mykologie nicht von
weiblich und männlich, trotzdem aber von verschieden geschlechtlichen Zellen, den
Gameten. Dies hat mit
haploiden
(halben) Chromosomensätzen zu tun, worauf ich hier aber nicht näher eingehen werde.
Dazu wären etliche Seiten Biologie mit dem Thema Zellteilung, Chromosomen etc.
nötig. |
| Nun wird es kompliziert, ich vereinfache daher
folgende Ausführungen stark. Eine Spore ist ein einzelliges Gebilde mit
einem haploiden (eingeschlechtlichen, halben) Chromosomensatz. Findet eine Spore nun ein Substrat welches ihr behagt,
beginnt sie zu keimen und bildet ein langes, fadenförmiges, ein- oder mehrzelliges Gebilde (Hyphe), welches sich
weiterwachsend verzweigt und so ein primäres, habloides Myzel mit einem bestimmten Geschlecht
bildet (Primär-Myzel).
Die Keimungsbedingung von Sporen ist extrem anspruchsvoll, die Chemie muss da bis aufs Tüpfelchen vom "i" exakt
stimmen, sonst wird aus dem Ausflug nichts. |
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Treffen sich nun zwei verschiedengeschlechtliche Primärmyzelien, entsteht durch
die Vereinigung von zwei verschieden
geschlechtlichen (sofern die sich mögen), habloiden
Chromosomensätze ein sekundäres (diploides) Myzel
mit ganzen, vermehrungsfähigen Chromosomensätzen. Das neu
entstandene, vermehrungsfähige Sekundär-Myzel
kann nun weiter wachsen und eines Tages wieder Fruchtkörper mit
habloiden Sporen bilden. |
| Was hier so locker erklärt
wurde, ist in Wirklichkeit um vieles komplexer. Ich erlaube mir, für interessierte, auf
entsprechende Fachliteratur zu verweisen, zum Beispiel
"Anatomie der Hymenomyceten" von H. Clémençon, oder begeben
Sie sich auf die
Suche im Internet. |
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