| Hier einige Beiträge zur historischen Herkunft von Ausdrücken,
Geschichten etc. Interessante Beiträge zum Wohle des Allgemeinwissens sind hier erwünscht. Email - Adresse hier. |
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| Index |
Datum |
| Woher kommt der
Begriff Champignon |
02.07.05 |
| Wie
entstand der Begriff Möhre |
04.11.04 |
| Fencheltramete als
Deodorant-Vorläufer |
19.08.03 |
| Wie kam der
Marienkäfer zu seinem Namen |
06.05.02 |
| Wie kam der
Pfifferling zu seinem Namen |
11.10.00 |
| Wie kam die
Tollkirsche zu ihrem Namen |
19.06.00 |
| Woher stammt der
Name Zunderschwamm |
09.05.00 |
| Woher kommt der Begriff
Egerling |
03.04.00 |
| Wie kommt der
Fliegenpilz zu seinem Namen |
03.04.00 |
| Woher kommt der Begriff
Hexenring |
03.04.00 |
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| Woher kommt der
Begriff Champignon |
02.07.05 |
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Champignon ist französisch und heisst nichts anderes als Pilz.
Der heutige Zucht-Champignon, auch bekannt als Champignon de Paris, bekam
seinen Namen daher, weil er schon früh auf den Misthaufen der grossen Pariser Pferdegestüte
wuchs, wo er dem armen Gesinde eine willkommene Ergänzung in der Küche bot.
Zu einer Zeit, als die Mykologie noch nicht so weit war wie heute, wurde er von
diesen Leuten einfach als Pilz (= franz. Champignon) bezeichnet. Erst später
wurde er gezielt gezüchtet und bildet nun den Zucht-Champignon (Agaricus
bisporus). Möglicherweise hat das Wort Champignon auch noch etwas
mit dem französischen Wort champ = Feld zu tun (der auf dem
Feld wächst, Ähnlichkeit mit Wiesen-Champignon)? |

Wiesen-Champignon |
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| Wie entstand
der Begriff Möhre |
04.11.04 |
| Die wilde Rübe (Möhre) ist ein Doldenblütler welcher
in der Mitte neben all den weissen Blüten eine schwarze Blüte (die
Mohrenblüte) aufweist.
Die Ableitung der schwarzen Blüte auf einen Mohren (schwarzhäutigen
Menschen) gab der Möhre ihren Namen. |
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| Fencheltramete als
Deodorant-Vorläufer |
19.08.03 |
| Wie mir aus recht zuverlässiger Quelle berichtet wurde
diente die Fencheltramete früher scheinbar als ein Deodorant -
Vorläufer. Dabei wurden Stücke der Fencheltramete (Gloeophyllum odoratum)
in die Kleidung eingenäht und verhalfen dabei mit dem verströmen ihres
angenehm fenchelartigen Geruches eigene, eher unangenehme Körpergerüche
zu überdecken. |
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| Wie kam der Marienkäfer zu seinem
Namen |
06.05.02 |
| Schon früh im Mittelalter erkannten die Bauern, dass der
Marienkäfer und seine Larve ein wichtiger Nützling bei der Bekämpfung der Blattläuse
ist. Der Marienkäfer verzehrt im Laufe seines Lebens rund 1500 Blattläuse. Die Bauern
hegten daher den Marienkäfer und betrachteten ihn als ein Geschenk der heiligen Maria.
Daher rührt auch sein Name als Marienkäfer. Nebenbei sei erwähnt, dass sich die
Ameisen die Blattläuse aufgrund deren zuckerhaltigen Ausscheidungen als "Milchkühe
halten" und gegen Angriffe aus der Insektenwelt schützen. |
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| Woher kommt der Begriff Egerling |
03.04.00 |
| Früher, im tiefen Mittelalter, betrachtete man einen
Ring aus Pilzen als
einen Elfengarten. Der Ausdruck Egerling leitet sich aus dem im
Elfengarten wachsenden ab (den Elfengartling). Während der Inquisition hat man
solche Pilzringe als Indiz magischer Kräfte,
zum verurteilen von unerwünschten Personen wie Hexen etc., missbraucht und der Ausdruck
Elfengarten wurde so in den Hexenring abgewandelt. Der Ausdruck Hexenring hat sich bis heute
gehalten. |
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| Wie kommt der Fliegenpilz zu seinem
Namen |
03.04.00 |
| Früher hat man Stücke des Fliegenpilzes, zusammen mit Zucker in
warmer Milch eingelegt und in einer Schale, zur Bekämpfung der Fliegenplage, aufgelegt.
Dies soll angeblich die Fliegenplage eingedämmt haben. Von da kommt der Name Fliegenpilz.
Ganz nebenbei; der Geranien-Schmuck der alten Bauernhäuser hat den Ursprung nicht im
schmückenden Effekt, sondern ganz einfach darin, dass Geranien einen starken Duft
ausströmen, welcher die Insekten vertreibt. Dieser Effekt wird auch heute noch mit
Tomaten, Zitronenmelisse, Geranien, Lavendel, Zedernholz und anderen stark duftenden Pflanzen genutzt. |
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| Woher kommt der Begriff Hexenring |
03.04.00 |
| Als Hexenring bezeichnet man eine kreisförmige Ausbreitung eines
Pilzes. Der Pilz beginnt in der in der Mitte zu wachsen und breitet sich nach und nach,
von innen nach aussen, kreisförmig aus. Mit Hexen und Magie hat dies nichts zu tun.
Anhand der Ausbreitungsgeschwindigkeit und dem Radius eines solchen Hexenrings, kann man
das Alter des Pilzes (des Myzels)
annähernd bestimmen. Anhand solcher Berechnungen hat man schon Hexenringe mit einem Alter
von mehreren hundert Jahren gefunden. (siehe auch unter "Woher
kommt der Begriff Egerling") |
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| Wie kam der Pfifferling zu seinem Namen |
11.10.00 |
| Der Pfifferling schmeckt roh gekostet leicht pfefferig. Der Name
Pfifferling leitet sich daher aus dem pfefferigen Geschmack, den Pfefferlingen ab. |
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| Wie kam die Tollkirsche zu ihrem Namen |
19.06.00 |
| Der botanische Name der Tollkirsche lautet Atropa belladonna. Atropa
steht für die Gattung Tollkirsche, interessant ist jedoch die Bezeichnung belladonna. Sie
leitet sich ab aus "schöne Frau". Der Ursprung dieser Bezeichnung ist im alten
Rom zu suchen. Die Römerinnen haben sich offenbar früher eine, aus Tollkirschen gewonnene Essenz,
in die Augen geträufelt. Da die Tollkirsche den Wirkstoff Atropin beinhaltet, haben sich
bei diesen Damen die Pupillen geweitet und somit Augen mit schön grossen Pupillen
bewirkt, was die Damen scheinbar attraktiver gemacht hat, da so sexuelle Bereitschaft
signalisiert wurde. Auch die heutige Damenwelt bedient sich noch etlicher Hilfsmittel um die
natürlichen Anzeichen sexueller Bereitschaft zu verstärken und signalisieren (z.B.
Lippenstift), doch dies ist ein anderes Thema. Zudem sollen sich die Leute, welche die
Tollkirschen gegessen haben, aufgrund des Atropingehalts derselben, wie toll (verrückt)
benommen haben. Aufgrund des Aussehens der Beeren nach einer Kirsche und dem Benehmen
dieser Leute (wie Toll), dürfte sich wohl der deutsche Name Tollkirsche herleiten lassen. |
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| Woher stammt der Name Zunderschwamm |
09.05.00 |
| Vor der Erfindung der Zündhölzer war der Zunderschwamm (Fomes
fomentarius), aus welchem ein trockenes, faseriges, leichte
entzündbares Material gewonnen werden konnte, bei der Erzeugung von Feuer für unsere Vorfahren ein
wichtiges Handelsgut. Es galt dabei, einen Funken, verursacht durch Stein, Metall oder
ähnlichem, oder Reibungswärme durch Bogen und Holz erzeugt, etc. in eine Glut und dann
in ein wärmendes Feuer zu verwandeln. Dazu eignete sich der Zunderschwamm
besonders gut. Sprichworte wie; "brennt wie Zunder" dürften ihren Ursprung in
dieser Tatsache haben. Zudem konnte man aus dem Zunderschwamm, durch geeignete
Bearbeitungsmethoden einen Rohstoff, ähnlich dem Filz, gewinnen. Daraus wurden Hüte und
andere Dinge des täglichen Bedarfs erzeugt. |
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| Wird fortgesetzt, für interessante Beiträge bin ich dankbar. |
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