| Zecken und Fuchsbandwurm. Zwei Gesellen, welche einem
den Spass am Pilze suchen etwas trüben könnten. Diese Seite soll aufklären, was es mit Zeckenbissen und
Fuchsbandwurm wirklich auf sich hat. |
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| Beitrag über Zecken |
| Beitrag über Fuchsbandwurm |
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| Zecken |
| Zecken, auch bekannt als Holzböcke, sind in
verschiedenen Gebieten bekannt als Uebertrager von Krankheitserregern durch Zeckenbiss.
Etwas Aufklärung über die Zecke und die übertragenen Krankheiten soll hier behandelt
werden. Interessant für die hier vorgestellte Betrachtung ist der Holzbock (Ixodes
ricinus). |
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| Themen: |
| Systematik,
Einordnung der Zecke |
| Morphologie,
Lebensstadien der Zecke |
| Verhalten der
Zecke |
| Vorkommen |
| Ansteckung,
durch den Zeckenbiss (-stich) |
| Krankheiten,
welche durch Zecken übertragen werden |
| Symptome einer
Infektion |
| Impfung gegen
FSME |
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| Systematik* |
Die Zecken gehören zu den Gliederfüssern
(Arthropoda) und bilden dort die Gruppe der Schmarotzermilben. Diese sind weltweit
verbreitete, blutsaugende Aussenparasiten (Ektoparasiten) von Wirbeltieren. Bei vielen
Zeckenarten tritt ein Wirtswechsel auf. Es gibt zwei Zeckenfamilien, die Schildzecken
(Ixodidae), die ein hartes Rückenschild besitzen, und die Lederzecken (Argasidae), deren
Oberseite lederartig ist. Der Holzbock (Ixodes ricinus), die bekannteste
mitteleuropäische Zecke, gehört zur Familie der Schildzecken. Als Blutsauger kann sie
Erreger von verschiedenen Infektionskrankheiten auf Tier und Mensch übertragen. Die
Frühsommer-MenigoEncephalitis (FSME) und die Lyme Borreliose, deren Erreger von ihr
übertragen werden, sind die bekanntesten Beispiele solcher Infektionskrankheiten. Die
Taubenzecke (Argas reflexus) ist eine Lederzeckenart, die als Parasit bei Vögeln
auftritt. |
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Systematische Einordnung für den Holzbock (Ixodes ricinus): |
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Stamm |
Gliederfüsser (Arthropoda) |
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Klasse |
Spinnentiere (Arachnida) |
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Ordnung |
Milben (Acari) |
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Familie |
Schildzecken (Ixodidae) |
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*siehe
auch Gattungsbestimmung |
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| Morphologie |
Die Entwicklung der Zecke dauert 2-3 Jahre.
Sie durchlebt dabei drei Lebensstadien und muss dabei 3 mal eine Blutmahlzeit aufnehmen. |
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1. Larve: Die Larve der
Zecke ist 0,6mm und vollgesogen bis 1,25mm gross, hat sechs Beine und ist
Hautfarben. Durch ihr erstes Blutsaugen wechselt sie in das Stadium zur Nymphe über.
Opfer dieses ersten Blutsaugens sind meist Kleinsäuger, da sie noch nicht in der Lage ist
die Haut grösserer Säuger zu durchbohren. |
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2. Nymphe: Die Nymphe der
Zecke ist 1,2mm und vollgesogen bis 2mm gross, hat acht Beine und ist
beige. Mit Hilfe eines zweiten Blutsaugens bei grösseren Tieren (Katzen, Eichhörnchen
etc., aber auch Menschen) wechselt sie in das Stadium der adulten (erwachsenen) Form
über. |
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3. Adulte: Die adulte Zecke
ist längsoval, hat acht Beine, ist 2,4mm-4,8mm und vollgesogen bis 12mm
gross und ist rötlich bis schwarz. Das Rückenschild bedeckt bei der männlichen Zecke
den gesamten Rücken, beim Weibchen nur einen Teil des Rückens. Das dritte Blutsaugen bei
grösseren Säugern (Hund, Reh, Rinder, Mensch etc.) braucht die weiblichen Zecke zur
Entwicklung der Eier, ist beim Männchen für die Erreichung der Geschlechtsreife aber
nicht unbedingt erforderlich. Das Weibchen legt im Herbst die Eier im Bodenbereich ab und
stirbt dann. |
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| Verhalten |
Das Verhalten der Zecken zum Auffinden eines
Wirtes, ist im Erbgut festgelegt. Sie empfindet spezifische Geruchs-, Temperatur- und
Tastreize. Das dafür zuständige Sinnesorgan wird als Hallersches Organ bezeichnet und
befindet sich in den Füssen der Vorderbeine. Zecken lassen sich nicht, wie oft behauptet,
von den Bäumen auf ihre Opfer fallen, sondern befinden sich meist in der Krautschicht, wo
sie sich durch Abstreifen auf ihre Wirte übertragen. Die Aufenthaltshöhe in der
Krautschicht entspricht in etwa ihrer Opfergrösse (bei adulten Tieren ca. 1-1,2 m über
Boden). Sie überwintern meist im Boden. |
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| Vorkommen |
Der Holzbock kommt in den gemässigten Zonen
Europas und Nordamerikas vor und bevorzugt Standorte mit günstigen mikroklimatischen
Bedingungen wie hohe Luftfeuchtigkeit und geeignete Temperaturen. Sie halten sich oft an
Waldrändern, auf Waldlichtungen mit hochwüchsigen Gräsern und Bachauen auf. Man findet
sie auch häufig in der Laubschicht von Laub- und Mischwäldern ohne grasigen und
krautigen Unterbewuchs. Besonders in Übergängen zwischen verschiedenen Lebensraumtypen,
wie Weg- und Waldränder mit Gräsern, krautigen Pflanzen und kleinen Sträuchern, halten
sich die adulten Zecken gerne auf. |
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| Ansteckung |
Zecken beissen nicht, sie stechen
(schmerzlos) und saugen am Blut des Wirtes über einen Stechrüssel.
Sie behalten aber nicht alle Bestandteile des Blutes im Magen (sondern
nur die roten Blutkörperchen) und leiten die nicht benötigte Blutflüssigkeit, zusammen mit ihrem
Speichel, durch den Stechrüssel wieder in den Blutkreislauf ihres
Opfers zurück. Genau hier liegt das Problem! Wurde einer der 3 Wirte
ihres Lebenszyklus (siehe Morphologie) zuvor von einer anderen Zecke
mit einem der unten stehenden Krankheitserregern infiziert, so wird
die saugende Zecke selbst zum Träger und damit beim nächsten Wirt
ihrerseits zum Uebertrager der Krankheitserreger. Sie steckt ihren
nächsten Wirt durch ihren Speichel und das Zurückführen der nicht
benötigten Blutflüssigkeit und ihrem Speichel, an. Der Kreislauf
schliesst sich. Eine infizierte Zecke kann den Krankheitserreger
teilweise auch auf die Nachkommen übertragen. |
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| Krankheiten |
Zecken übertragen hauptsächlich 2
Krankheiten, aber auch andere Krankheiten |
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Lyme-Borreliose: Eine
bakterielle Infektion durch das Bakterium Borrelia burgdorferi. Mit diesem Bakterium
infizierte Zecken, sind in den Wäldern weit verbreitet und führen zu den häufigsten
Zecken-Infektionen. Die Lyme-Borreliose führt zu Erkrankungen von Haut, Gelenken,
Muskeln, Nervensystem und Herz. Durch die Vielfältigkeit des
Krankheitbildes ist die Diagnose einer Infektion mit Borrelia
burgdorferi relativ schwierig. Eine Impfung gegen das Bakterium ist nicht
möglich. Eine
Behandlung durch Antibiotika kann, besonders bei Früherkennung meist
erfolgreich durchgeführt werden. Bei einer späten
Erkennung kann es zu chronischen Leiden kommen. Es gibt keinen
Schutz vor erneuter Ansteckung. |
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Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis kurz
FSME: Eine Virus-Infektion. Zecken die dieses Virus
in sich tragen kommen nur in
bestimmten Regionen vor. Infektionen durch FSME sind relativ selten (ca.
1-2% aller Zecken-Infektionen), häufen sich aber. Die FSME führt dabei zu Erkrankungen der Hirnhaut, zusätzlich in ca.
40% auch des Hirns und in ca. 10 % des Nervensystems (Rückenmarksäule). Gegen das
Virus gibt es die Schutzimpfung, welche alle 3 Jahre wiederholt werden sollte. Einmal
angesteckt gibt es keine wirksamen Medikamente zur Behandlung. Antibiotika - Behandlungen
sind, wie bei allen viruellen Erkrankungen nicht möglich. Ein überstandene FSME führt
in der Regel zu einem langen Schutz vor FSME, da der Körper eigene Abwehrstoffe gebildet
hat. Was aber nicht heissen soll, dass eine vorsorgliche Impfung nicht mehr nötig ist. |
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| Symptome |
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Lyme-Borreliose: Erstes
Symptom der Krankheit ist eine sich ständig vergrössernde, kreisrunde Rötung
(Wanderröte) der Haut rund um die Bissstelle, die aber nicht in allen Fällen auftritt.
Es können sich nach einigen Wochen auch ein Taubheitsgefühl, schmerzhafte
Nervenentzündungen und Lähmungen an den Stellen entwickeln, an denen zuvor die
Zecke gesaugt hat. Diese Symptome können sich zurückbilden und später wieder schubweise
auftreten. Als Spätfolgen können Erkrankungen der Gelenke (erst grössere Gelenke wie
Knie und Ellbogen, später kleinere Gelenke wie Finger), der Haut und des
Herzens (z.B. Herzrhythmus-Störungen) auftreten. Weiter kann die
Lyme-Borreliose ein breites Spektrum verschiedener Leiden hervorrufen
und ist nicht zu unterschätzen (besuchen Sie für weitere
Informationen auf das Thema spezialisierte Seiten / Foren im Internet). |
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FSME: Das Erkrankungsrisiko
nach der Infektion mit dem FSME-Virus liegt bei ca. 30%. Die FSME-Erkrankung beginnt
häufig mit ähnlichen Symptomen wie bei einer Grippe mit Fieber, Kopf- und
Gliederschmerzen. Es kommt zu ca. 40% auch zu Hirnentzündungen, welche in der Regel
keine bleibenden Schäden hinterlassen. Eine Infektion der Rückenmarkssäule kann
zu bleibenden Lähmungen und Schäden führen, mit denen in ca. 10% der Erkrankungen
gerechnet werden muss. |
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| Impfung |
Gegen die seltenere FSME kann geimpft
werden, gegen die Borreliose nicht.
Risikopersonen erhalten dazu nähere Auskünfte bei Ihrem Arzt. |
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Fuchsbandwurm
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| Themen: |
| Morphologie,
Lebensstadien des Fuchsbandwurms |
| Vorkommen
des Fuchsbandwurms |
| Ansteckung,
durch den Fuchsbandwurm |
| Krankheiten,
welche durch den Fuchsbandwurm übertragen werden |
| Symptome
einer Infektion |
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| Morphologie |
Der "gefährliche Fuchsbandwurm" ,
wissenschaftlicher Name Echinococcus multiocularis, ist ein ziemlich häufiger Parasit im
Dünndarm von Füchsen, seltener von Hunden und Katzen. Ueber den Kot von Füchsen und
anderen Endwirten werden die ausgeschiedenen Eier von den Zwischenwirten (Nagetiere,
Mäuse) aufgenommen. In diesem Zwischenwirt entwickelt sich, meist in der Leber, ein
tumorähnlich wachsendes Larvenstadium des Bandwurms. Werden die befallenen, und
geschwächten Zwischenwirte von Füchsen verzehrt, ist der Kreislauf geschlossen. Die Eier
des Fuchsbandwurmes überleben auch das Tiefgefrieren im Tiefkühler. |
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Fuchsbandwurm |
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| Vorkommen |
Die Fuchsbandwurmeier kommen im Kot von Füchsen, seltener Katzen
und Hunde vor. Ueber den Kot können Waldfrüchte, Pilze, aber auch Gemüse und Salate aus
dem Garten, sowie Fallobst etc. mit Eiern des Fuchsbandwurmes verunreinigt werden. Die
Eier können sich aber auch auf dem Fell toter Füchse, oder in der Wald- oder Gartenerde
befinden und so übertragen werden (Hände gut waschen). |
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Fuchsbandwurm |
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| Ansteckung |
Auch der Mensch kann sich mit Eiern des Fuchsbandwurms infizieren
und daran erkranken. In der Schweiz werden jährlich ca. 10 neue Fälle von
Fuchsbandwurmerkrankung, der alveoläre Echinokokkose, festgestellt. Dies vor allem in den
nördlichen Landesteilen. |
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Fuchsbandwurm |
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| Krankheiten |
Die Krankheit nennt sich alveoläre Echinokokkose. Die Larven des
Fuchsbandwurmes, auch Finnen genannt, schädigen hauptsächlich die Leber, aber auch
andere Organe. |
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Fuchsbandwurm |
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| Symptome |
Die erst viele Jahre nach der Infektion auftretenden
Krankheitserscheinungen verlaufen nicht typisch (Gelbsucht/Bauchschmerzen etc.). Die
Infektion kann aber zu schweren Erkrankungen und unbehandelt zu Todesfällen führen. Bei
Verdacht kann der Arzt eine Blutprobe machen und zur Untersuchung einschicken. |
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Fuchsbandwurm |
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