| Anlässlich eines
gemeinsamen Kurzabstechers in den Wald mit Joachim Dürst fand Joachim
in einem hohlen
Baumstrunk ein Pilzchen welches uns vor Ort Rätsel
aufgab. |
| Ein Pilzchen mit so vielen,
engen und violetten Lamellen? Was könnte das wohl sein?
Joachim hat als erstes auf Baeospora myosurus, den Mäuseschwanz-Amyloidsporrübling
getippt, aber mit diesen violetten Lamellen (die gezeigten
Farben stimmten beim Erstfund wirklich) und an Holz? Das kann doch wohl
nicht sein. Wie sich später zeigte, lag Joachim mit seinem
ersten Eindruck gar nicht so schlecht, zumindest die Gattung war richtig
erkannt. |
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| Leider war mit dem
gepflückten Fund das
einzige ausgewachsene Exemplar schon abgerissen. Wir haben
den Fund also sicherheitshalber auf einem Karton
nachfotografiert. Zum Glück schienen noch einige junge Exemplare
nachzuwachsen. |
| Zuhause haben wir
den Fund dann relativ schnell als Baeospora myriadophylla,
den Tausendblatt-Amyloidsporrübling bestimmen können. Ein
relativ seltener Fund. |
| Also haben wir beschlossen den Fundort weiter zu beobachten
und den jungen Pilzchen etwas Zeit zu geben gross zu werden. Joachim behielt den
Fundort in verdankenswerter Weise im Auge. |
| Endlich, am
4.11.05 war es so weit, Joachim rief mich an dass die
jungen Fruchtkörper zu fotografierfähigen Pilzchen
nachgewachsen sind. Wir haben uns dann aufgemacht um weitere Aufnahmen machen
zu können. |
| Der Fundort in einem hohlen
Baumstrunk forderte uns allerdings ganz
schön heraus. Mein erster Versuch die Pilze im Loch zu
fotografieren |
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| bestand aus dieser, etwas unstabilen
Kamerapositionierung mit Ringleuchte |
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| und folgendem, einzigen,
einigermassen brauchbarem Bild (aufgrund der wackeligen
Installation waren die anderen Bilder nicht scharf). |
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| So geht es nicht!
Also blieb nichts anderes übrig diesen Fund irgendwie ans
Tageslicht zu befördern! |
| Joachim ging nun ganz schön
handfest ans Werk um mit Stechbeutel, Fäustel und Axt den
Fund aus dem Stamminneren herauszuoperieren und in eine
dokumentierbare Form ans Tageslicht zu
befördern. |
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| Diese mykologische
"Brachialmethode" hat den auch wirklich dazu
geführt brauchbare Bilder der Fruchtkörper an dem
herausgelöstem Holzteil durchzuführen. Ein Teil der
gemachten Bilder sind hier
(als Bild 2 und Bild 3) veröffentlicht. Ob die Pilze ob der
kraftvollen Behandlung gegenüber dem Bild des Erstfundes
etwas blasser geworden sind kann wissenschaftlich nicht
abgesichert bestätigt werden. |