|
|
|
|
|
| Neben einigen wohlschmeckenden Pilzen gibt es
eine
ganze Reihe ungenießbare, giftige ja sogar tödlich giftige
Pilze. Diese können
schwerste Organ- und Gesundheitsschäden, bis zu Todesfolge verursachen.
Immer wieder erfolgen Vergiftungsfälle durch Unkenntnis.
Von den rund
4000-5000 in Europa bekannten Arten der Großpilze, darunter auch die
wenigen zum Verzehr geeigneten Pilze, sind mindestens 200
Arten als gesundheitsschädigend bekannt. Auch bisher als
Speisepilze geltende
Arten werden durch neue Erkenntnisse vereinzelt als schädlich
entlarvt. Die genau Kenntnis oder Kontrolle vor
dem Verzehr von Pilzen ist dringend
anzuraten. Ein Pilzsachverständiger sollte über die neuesten
Erkenntnisse der Mykologie informiert sein. Über bekannte Pilzvergiftungen informiert auch die Seite Pilzgifte.
Großmutters Rezepte gegen Giftpilze, wie
schwarzanlaufende Silberlöffel, schwarzanlaufende Knoblauchzehen, Insekten fressen keine
giftigen Pilze an etc. gehören in den Bereich
der "Märchen". Es gibt kein Hausmittelchen um giftige Pilze so einfach zu entlarven!
Es kommt leider immer wieder zu schmerzlichen Neuerkenntnissen. So wurde
erst kürzlich, ein anerkannt guter Speisepilz, als giftig
entlarvt. Er soll zu mehreren tödlichen Vergiftungen geführt
haben (Tricholoma equestere, der
Grünling). Diese Art ist in der Literatur als Speisepilz
aufgeführt! Die Chemie der Pilze ist noch weitgehend unverstanden. Möglicherweise
spielen hier auch Standorte und Umwelteinflüsse, oder natürliche
Mutationen eine Rolle (die Gesetze der Evolution neigen dazu neue Arten auf Erfolg
auszuprobieren). Ich bin davon überzeugt, dass aus Unkenntnis, so manche
Pilzvergiftung weder auf den Genuss von Pilzen zurückgeführt wird,
noch als solche erkannt wird. Den
Schaden haben jedoch immer die Opfer. Daher muss gelten; Pilze die man bestimmen
muss isst man nicht! Man isst nur diejenigen, welche man sicher kennt.
Es gilt weiter zu beachten, dass die einschlägige Literatur durch neue Erkenntnisse schnell veralten
kann (Aussagen alter Pilzbücher sind daher mit Vorsicht zu
genießen). Weiter
soll meiner Meinung nach die Regel gelten, dass man keine Pilze (auch
keine Zuchtpilze) roh verzehrt, auch nicht solche die als roh genießbar
deklariert werden. Es könnte auch sein das zum Beispiel
ein Fuchs, ein Hund oder
andere ihr Geschäftchen halt mal eben genau dort erledigt
haben. Des weiteren
fordern einige Arten für den ungetrübten Genuss eine besondere
Behandlung, damit sie beschwerdefrei konsumiert werden können (siehe
Positivliste). Hält
man sich nicht an diese Regeln ist mit Beschwerden zu rechnen (mir
sind etliche solcher Fälle bekannt). Solche Arten sind mir persönlich
suspekt und ich meide diese auch im Hinblick darauf, dass wir
keine
Hungersnot haben. Im Zweifelsfalle
hilft die Kontrollstelle nach bestem Wissen und Gewissen. |
| |
| Jedoch nicht nur Pilze, sondern auch viele
Pflanzen in unserer unmittelbarer Nähe, ja sogar unter Umständen in unserem Garten, oder
unserer Wohnung, können stark giftig sein! Zu diesem Thema habe ich den interessanten
Link zu Giftpflanzen
gefunden. Ein Besuch dort ist, gerade für Eltern, sehr
interessant und empfehlenswert. Hier noch ein weiterer
Linkvorschlag zu Giften vor allem
für Notfallmediziner. |
| |
|